Die Entscheidung war längst gefallen, da sorgte eine ungewöhnliche Szene noch einmal für Begeisterung bei den Fans in Antholz. Beim Biathlon-Massenstart der Herren wurde intensiv gesprintet – fünf Minuten, nachdem die Medaillen verteilt waren.

Der Franzose Fabien Claude, der US-Athlet Campbell Wright und der Italiener Nicola Romanin, die alle deutlich abgeschlagen waren, stoppten rund 50 Meter vor der Schlusslinie, sahen sich kurz an – und legten sich dann einen eigenen Sprint um die Plätze 27 bis 29 zurecht.

Die Fans auf den Rängen in Antholz waren begeistert von dem spontanen Duell, das logischerweise keinerlei Einfluss auf die Medaillenentscheidungen hatte. Aber das Publikum wurde noch einmal mitgerissen. „Wir wussten, dass wir weit hinten waren, und haben uns gesagt, dass wir diesen letzten Teil einfach noch mal genießen“, sagte Wright später. „Ich habe sogar den Sprint verloren, so ein Scheiß“, fügte er augenzwinkernd hinzu.

Claude gewinnt den Sprint

Wright wurde somit 29. und Letzter aller Athleten, die das Ziel erreicht haben. Der 30. Starter Tommaso Giacomel musste mit körperlichen Problemen in der dritten Runde aussteigen und blieb am Streckenrand im Schnee sitzen. Den Sprint um Platz 27 gewann Claude.

Vorn setzte sich der Norweger Johannes Dale-Skjevdal überlegen durch und holte sich Gold – mit fehlerlosem Schießen und einer starken Laufleistung. Landsmann Sturla Holm Laegreid folgte auf Platz zwei, Quentin Fillon Maillet aus Frankreich sicherte Bronze, nachdem er den Deutschen Philipp Horn auf der Schlussrunde noch abgefangen hatte.

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