Tierisches Chaos bei den Olympischen Winterspielen in Italien. Während am Mittwoch im Langlaufstadion von Tesero gerade die Qualifikation im Team-Sprint der Damen lief, sprintete plötzlich ein frei laufender Hund über die Strecke. Auf der Zielgeraden lieferte er sich ein Duell mit der Griechin Konstantina Charalampidou und der Kroatin Tena Hadzic.
Im Ziel stoppte der Hund und beschnupperte die Menschen dort. Die besten Athletinnen aus der ersten Startgruppe waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Ziel. Darunter auch die Oberstdorferin Laura Gimmler.
„Im ersten Moment dachte ich, es wäre ein Wolf, und ich halluziniere aufgrund des anstrengenden Rennens. Er war extrem groß, und als ich vorbeilief, hatte ich Angst, dass er mich vielleicht beißt“, sagte Hadzic im Ziel.
Charalampidou ergänzte: „Zum Glück war er ganz brav. Er verfolgte die Kamera auf der Zielgeraden, war süß und hat das Rennen zum Glück auch nicht gestört. Es war lustig. Er hat mich das Rennen vergessen lassen, denn es war nicht gut. Dank ihm bin ich jetzt berühmt, deshalb muss ich ihm danken.“
Der Streuner war kein wilder Hund, sondern trug ein Halsband. Vermutlich war er seinem Besitzer von der Haupttribüne aus entlaufen. Im Ziel wurde der Hund von FIS-Streckenchef Michel Rainer, eingefangen und aus dem Wettkampfgelände gebracht.
Auch die Wettkampf-Kamera im Zieleinlauf erwischte den Hund. Es gibt daher ein echtes Zielfoto von dem Tier.
Klar: So witzig wie die Sache am Ende für alle Beteiligten auch ist, ganz ungefährlich war sie nicht. Hadzic: „Dass er es überhaupt auf die Strecke geschafft hat, ist nicht gut. Für mich ist es keine große Sache, da ich nicht um eine Medaille kämpfe. Wenn das aber im Finale passiert wäre, wo es um Medaillen geht, könnte es gefährlich werden.“
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