Finnland hat offiziell Protest gegen das Ergebnis des olympischen Männer-Sprints eingelegt. Der finnische Skiverband und das Nationale Olympische Komitee fordern eine Korrektur der Resultate um Sieger Johannes Hoesflot Klaebo. Sie werfen dem Weltverband Fis vor, gegen seine eigenen Regeln und das Fair-Play-Prinzip verstoßen zu haben. Deshalb sei aus ihrer Sicht der Wettbewerb nicht unter fairen Bedingungen abgelaufen.

Die Finnen monieren zwei Vorfälle beim Wettkampf am Dienstag. Demnach erteilte der Weltverband Fis dem norwegischen Serviceteam eine Ausnahmegenehmigung, einen Wachskessel während des Sprint-Vorlaufs im Servicebereich zu nutzen. Das war vorab aber untersagt worden. Die anderen Nationalteams wurden von der Fis nicht über diese Möglichkeit informiert.

Zudem habe das US-amerikanische Nationalteam eine verbotene Flüssigkeit in den Servicebereich mitgebracht. Dabei soll es sich um Wachsentferner gehandelt haben, auch das ist ausdrücklich untersagt. Der US-Servicechef erklärte, er habe die Flüssigkeit nur zum Händewaschen benutzt. Die Fis entschuldigte sich später für ihr Vorgehen und räumte einen Fehler ein.

„Eine bloße Entschuldigung reicht nicht aus“

„Wir wollen die Missstände offenlegen und dafür sorgen, dass im Spitzensport die Regeln für alle gleich gelten. Die Fis hat selbst eingeräumt, einen Fehler gemacht zu haben. Daraus entstand ein unfairer Wettbewerb, bei dem zwei Nationen einen unangemessenen Vorteil hatten, ohne dass andere Mannschaften informiert wurden“, sagte Verbandsgeschäftsführerin Marleena Valtasola. „Solches Verhalten ist nicht akzeptabel. Eine bloße Entschuldigung reicht nicht aus.“ Die Norweger und US-Amerikaner hätten eindeutig gegen die internationalen Wettkampfregeln und die vorherigen Anweisungen verstoßen.

Hinter Norwegens Superstar Klaebo hatte der US-Amerikaner Ben Ogden Silber gewonnen. Bronze ging an den Norweger Oskar Opstad Vike. Der Finne Lauri Vuorinen wurde Vierter. Große Erfolgschancen dürfte der Protest nicht haben.

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