Jutta Leerdam sorgt bei den Winterspielen gerade für besonders viel Aufsehen. Und das nicht nur mit sportlicher Bestleistung. Auch ihr umstrittener Partner ist Thema.

Ihre Leistung bei den olympischen Spielen in Mailand-Cortina dürfte das Highlight ihrer sportlichen Karriere sein. Die Niederländerin Jutta Leerdam hat sich im 1000 Meter Eisschnelllauf die Goldmedaille gesichert – und noch dazu einen olympischen Rekord aufgestellt. Mit diesem Erfolg trotzt sie ihren Kritikern. Von diesen hat 27-Jährige nämlich nicht wenige. 

Luxuriöse Anreise sorgt für Kritik

Nicht nur auf dem Eis sorgt Jutta Leerdam für Gesprächsstoff, die Niederländerin hat sich auch ein beachtliches Image im Netz aufgebaut. Im Vorfeld der Olympischen Spiele nahm sie ihre knapp 5,7 Million Instagram-Follower virtuell auf ihre Reise nach Italien mit – und die war vor allem von Luxus und Glamour geprägt. Anders als ihre Teamkolleginnen, die im Linienflieger reisten, kam die Eisschnellläuferin im Privatjet in Mailand an.

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Schnappschüsse aus der Kabine und von dem üppigen Catering postete Leerdam auf Instagram. Die Meinungen zu ihrer Anreise gehen stark auseinander. Manche Nutzer feiern die Niederländerin und wünschen ihr viel Erfolg, andere meinen, sie trage mit dem Luxus zu dick auf. Viele finden die Privatjet-Prahlereien unpassend, besonders wegen fehlenden Teamgeistes mit ihren Eisschnelllauf-Kolleginnen.

Ungewöhnlicher Presse-Boykott

Während Jutta Leerdam auf Instagram großzügige Einblicke in ihr Leben gewährt, gibt sie sich gegenüber den klassischen Medien eher reserviert. Nur wenige Tage vor ihrem Olympiaauftritt kündigte sie an, nicht mit den niederländischen Pressevertretern sprechen zu wollen und zog das, bis auf kleine Ausnahmen, auch so durch. 

„Ich habe nicht besonders viel zu erzählen, bin voll fokussiert und arbeite jeden Tag daran, auf dem Eis besser zu werden. Ich arbeite auf diesen Wettkampf hin, also habe ich eigentlich nicht sehr viel zu sagen“, sagte sie einem niederländischen TV-Sender in einem seltenen Gespräch. Wie es ihr persönlich gehe, könne man online erfahren, so die 27-Jährige.

Polarisierendes Paar mit großer Reichweite

Nicht nur die Eisschnelläuferin selbst, auch ihr Partner Jake Paul ist mit 28 Millionen Followern ein bekanntes Gesicht auf Instagram. Ganz im Stile ihrer Anreise im Privatjet nahm der seine Verlobte in Mailand mit einer privaten Limousine in Empfang. Genau wie seine Partnerin hat auch Paul schon die ein oder andere Kontroverse hinter sich.

Für Olympia reiste Jake Paul zum Anfeuern nach Italien. Die beiden sind seit 2023 ein Paar, im März 2025 folgte die Verlobung  © Lev Radin / Imago Images

Erst kürzlich sorgte der US-amerikanische Boxer und Influencer mit einem Posting zum Super Bowl für Furore. In dem rief der erklärte Trump-Anhänger seine Fans dazu auf, die Halbzeitshow mit dem aus Puerto Rico stammenden Sänger Bad Bunny abzuschalten. Dafür erntete er eine Menge Kritik, insbesondere da Jake Paul selbst einen Wohnsitz in Puerto Rico hat – um Steuern zu sparen. 

Jutta Leerdam siegt haarscharf bei Olympia

Am Montag schaute Leerdams Verlobter sichtlich gerührt dabei zu, wie die niederländische Eisschnellläuferin in einer Rekordzeit über die 1000 Meter raste. Damit hat sie ihrer Nation, in welcher der Eisschnelllauf als Volkssport gilt, die erste Goldmedaille bei den diesjährigen Winterspielen beschert. Nach ihrer sportlichen Bestleistung brach auch Leerdam selbst beim Jubeln in Tränen aus. „Ich war einfach überwältigt und glücklich“, sagte die nach ihrem Lauf. Sie mache sich selbst sehr viel Druck und fühle sich mit dem Sieg nun komplett.

Ihre niederländische Team-Kollegin Femke Kok lobte die Leistung ihrer Kontrahentin. Kok hatte kurz vor dem letzten Lauf selbst mit einem olympischen Rekord die Spitze übernommen und rechnete sich deshalb selbst gute Chancen auf die Goldmedaille aus. Jutta Leerdam erreichte das Ziel gerade einmal 0,28 Sekunden schneller und schnappte sich so den Olympiasieg. „Ich wusste, wozu sie in der Lage war. Viel Respekt für sie, sie hat es verdient“, sagte Femke Kok später über ihre Team-Kollegin. 

Jutta Leerdam (mitte) darf sich bei Olympia über Gold freuen, ihre Teamkollegin Femke Kok (links) holte sich Silber und die Japanerin Miho Takagi (rechts) gewann Bronze © Utrecht, Robin / Action Press

Mit ihrem Internet-Ruhm, ihrem glamourösen Privatleben und ihrer Partnerwahl polarisierte die Niederländerin bei diesen Winterspielen allemal. Ihre sportliche Bestleistung auf dem Eis macht das jedoch nicht weniger beeindruckend. Zudem hat sie mit den zahlreichen Schlagzeilen zweifellos mehr Aufmerksamkeit auf eine Sportart gelenkt, die sonst häufig nur als Randerscheinung auftritt.

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