Die Teamkollegen drückten Philipp Raimund eine deutsche Fahne in die Hand, umarmten ihn und nahmen ihn dann auf die Schultern. Ungläubig schrie der 25-jährige Skispringer immer wieder seine Freude heraus. Mit zwei ganz starken Sprüngen triumphierte Raimund bei den Olympischen Spielen von der Normalschanze und gewann sensationell eine Goldmedaille. Der Skispringer hatte bis zu seinem Triumph in Predazzo noch nie ein Weltcup-Springen für sich entschieden.
„Es war ähnlich wie im Sommer schon hier. Vor dem ersten Sprung war ich scheiße-nervös. Es sind alle hier. Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, aber ich bin so, so stolz drauf. Jetzt bin ich Olympiasieger, das ist unglaublich“, sagte Raimund und fügte hinzu: „Noch keinen einzigen Weltcup gewonnen, und dann auf der größten Bühne, ganz oben zu stehen, das ist unglaublich.“
Es waren tatsächlich fast alle da, Freunde und Familie. Unter anderem Raimunds 28-jähriger Bruder Fabian. Seinetwegen ging Philipp Raimund einst zum Skispringen, er wollte seinem großen Bruder nacheifern. Nach dem Gold-Triumph seines kleinen Bruders war Fabian sichtlich angefasst.
„Es ist absolut unglaublich. Ich kann es nicht beschreiben. Ich habe es selbst immer gehofft, dass ich vielleicht mal derjenige bin, der die Goldmedaille gewinnt, jetzt ist er es. Das macht mich so unfassbar stolz. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich kann es noch nicht glauben. Wenn ich ihn gleich treffe, dann eskaliert es. Dann kann ich mich nicht mehr zusammenreißen, das ist zu krass“, sagte Fabian Raimund in der ARD.
„Wir waren aufgeregter als er“, sagt Fabian Raimund
Immer wieder schüttelte er mit dem Kopf, als könne er es noch nicht begreifen, was sein Bruder erreicht hat. Nach dem ersten Durchgang sagte Fabian: „Ich glaube, dass wir tatsächlich aufgeregter sind als er.“ Neben Fabian waren auch Raimunds Mutter Kathrin und der 16-jährige Bruder Joel, der eine Freistellung von der Schule bekommen hatte, an der Schanze.
Alle Anspannung löste sich nach dem Gold-Sprung im zweiten Durchgang. Raimund landete bei 106,5 Metern und gewann mit 3,4 Punkten Vorsprung auf den Polen Kacper Tomasiak.
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