US-Präsident Donald Trump hat den US-Freestyler Hunter Hess nach dessen Äußerungen über die aktuelle Lage in den Vereinigten Staaten beleidigt. Hess – „ein echter Loser“ – sage, er würde die USA bei den Olympischen Spielen nicht vertreten, behauptete Trump auf seiner Plattform Truth Social. Wenn das der Fall sei, hätte sich Hess nicht darum bemühen sollen, Teil des US-Teams zu werden. Es sei schade, dass Hess dabei sei, schrieb Trump: „Es ist sehr schwer, jemanden wie ihn anzufeuern.“
Freestyler Hunter Hess hatte jüngst gesagt, es rufe „gemischte Gefühle“ hervor, die USA im Moment zu vertreten. „Wenn es mit meinen moralischen Werten übereinstimmt, fühle ich mich vertreten. Aber nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert.“
Sein Freestyle-Teamkollege Chris Lillis hatte gesagt: „Ich bin untröstlich, wenn ich sehe, was in den USA passiert. Als Land müssen wir uns darauf konzentrieren, die Rechte aller zu respektieren und sicherzustellen, dass wir unsere Bürger sowie alle anderen mit Liebe und Respekt behandeln.“
Die beiden scheinen die Delegation hinter sich zu haben. Zumindest wurde der Stützpunkt des US-Teams bei den Spielen im Vorfeld kurzerhand von Icehouse in Winterhouse umbenannt. Offenbar, um keine Nähe zu der heimischen und stark umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE zu suggerieren.
Krawalle in der Mailänder Innenstadt
Im Rahmen der Spiele in Italien gab es bereits mehrfach Proteste gegen die Politik von Trump – besonders mit Blick auf die teils martialisch anmutenden Razzien der ICE gegen Migranten. Der britische Freestyler Gus Kenworthy hatte kurz vor dem Start der Winterspiele auf Instagram etwa ein Bild gepostet, auf dem „fuck ICE“ zu sehen ist – nach seinen Angaben habe Kenworthy den Schriftzug in den Schnee gepinkelt.
Am Samstagabend war es in der Mailänder Innenstadt bei einer Demonstration von mehr als 3000 Menschen zu Krawallen gekommen. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab sechs Festnahmen.
Der Protest richtete sich unter anderem gegen die Anwesenheit von ICE-Beamten in Italien. Diese sollen sich um den Schutz von US-Offiziellen kümmern, unter anderem von J.D. Vance. Trumps Vizepräsident hatte die Eröffnungsfeier besucht und war im Stadion vom Publikum ausgebuht worden.
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