Der Traum von einer olympischen Goldmedaille hat sich für Ramona Hofmeister einmal mehr nicht erfüllt. Die deutsche Snowboarderin stürzte im Viertelfinale des Parallel-Riesenslaloms und schied aus. Gegen die Tschechin Zuzana Maderova leistete sich die 29-Jährige einen Fahrfehler: Sie kippte hinten über und konnte das Board nicht mehr gerade stellen – der Frust war danach groß. „Ich hätte lieber Freudentränen in den Augen. Mich ärgert es brutal. So ein Fahrfehler zum ungünstigen Zeitpunkt!“, sagte Hofmeister. „Die Linie hat nicht ganz gestimmt. Und der Hang verzeiht nichts.“
Damit konnte sich die viermalige Gesamtweltcupsiegerin einmal mehr nicht mit Gold bei einem Großereignis belohnen. 2018 in Südkorea hatte Hofmeister Olympiabronze geholt, 2022 in Peking war sie Fünfte geworden. Auf der WM-Bühne gewann sie bisher Silber und Bronze. „Es ist sehr enttäuschend“, sagte sie. „Und die nächste Chance kommt erst wieder in vier Jahren – wenn sie denn kommt.“
Hofmeister versuchte am Ende dennoch, das Positive zu sehen. „Ich bin trotzdem dankbar, das heute erleben zu dürfen“, sagte sie. „Ich hoffe, ich kann irgendwann stolz darauf sein, bei den Olympischen Spielen – mit meiner Vorgeschichte – ins Viertelfinale zu fahren.“
Sprunggelenkfraktur im September
Denn dass sie es dieses Mal überhaupt bis zu diesen Spielen geschafft hatte, war schon ein Erfolg. Ende September hatte sich Hofmeister bei einem Trainingssturz eine Sprunggelenkfraktur mit Außenbandriss und Knorpelschaden zugezogen. Ihr Olympia-Start war mehr als ungewiss.
Knapp vier Monate später, Mitte Januar, gelang ihr mit dem Sieg im Parallel-Riesenslalom in Scuol/Schweiz dann aber ein fulminantes Comeback. Kurz danach siegte sie auch in Bansko/Bulgarien, womit Hofmeister endgültig zur Mitfavoritin für Olympia aufstieg. Dann aber kam der Fahrfehler.
Bereits zuvor waren Cheyenne Loch und Elias Huber im olympischen Achtelfinale gescheitert. Die K.-o.-Runde verpassten bei den Männern Stefan Baumeister (18.), Max Kühnhauser (24.) und Yannik Angenend (25.). Bei den Frauen war für Melanie Hochreiter (20.) sowie Mathilda Scheid (26.) früh Schluss. Gold sicherte sich Hofmeisters Lauf-Gegnerin Maderova. Bei den Männern siegte der 40-jährige Benjamin Karl.
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