Das Vertrags-Theater von Dayot Upamecano ist der Aufreger unter den Fußball-Experten. Zuerst monatelanger Poker um Millionen. Dann ließ der Bayern-Verteidiger die Frist für die vorzeitige Verlängerung verstreichen. Jetzt will er doch bis 2030 für 20 Millionen Euro Jahresgehalt und rund 20 Millionen Euro Handgeld unterschreiben.
Sind die Berater schuld an diesem Theater, wie Bayern-Patron Uli Hoeneß gewettert hat? „Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen“, hatte Hoeneß dem „Kicker“ gesagt. Er sei über dieses Verhalten „entsetzt“.
Jetzt schaltet sich Matthias Sammer in die Thematik ein. Im Sky-Talk „Sammer & Basile - Der Hagedorn Talk“ fordert der BVB-Berater sogar das Aus für die umstrittenen Agenten. „Würdest Du Dir wünschen, dass die Spieler ohne Berater fungieren würden?“, wird Sammer von Moderator Riccardo Basile gefragt.
Sammer würde Berater aus drei Gründen abschaffen
Seine Antwort: „Ja, ich würde sie abschaffen. Erstens verdienen sie zu viel Geld. Zweitens sind sie unnötig und drittens schafft das keine Konstellation, die gut ist zwischen Spieler und Verein. Das ist nicht gut.“
Sammer begründet seine Abschaffungs-Forderung so: „Da sitzt ein Sportvorstand, ein Sportdirektor, mit einem Berater zusammen. Sie sprechen mit der wichtigsten Person (gemeint ist der Spieler; d. Red.), die ist möglicherweise gar nicht dabei. (...) Der, der das aber aushandelt (Berater, d. Red.) verdient das Dreifache vom Jahresgehalt von dem, der hier sitzt (Sportvorstand, d. Red.). Das ist doch schon mal krank.“
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Unabhängig der Berater seien bei langen Verhandlungen im Fall Upamecano aber auch die Manager des Vereins gefragt. „Natürlich habe ich nicht zu erwarten, dass es von heute auf morgen eine Entscheidung gibt, aber ich spüre doch – das sind ja auch menschliche Gesichtspunkte – unabhängig eines Beraters, was ist da? Das ist auch die Qualität eines Managers oder der Person, die verhandelt, es versuchen zu spüren, um dann dem Ganzen nach innen und nach außen auch das Gefühl zu geben“, sagte Sammer.
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