Haartransplantationen sind in der Männerwelt längst ein probates Mittel, um sich auch im fortschreitenden Alter weiterhin Friseurbesuche zu ermöglichen. Und ein Tabu sind sie ohnehin nicht mehr, viele tun es und sprechen auch durchaus darüber. So wie Jürgen Klopp, der zu dem Eingriff einst sagte: „Ich finde, das Ergebnis ist ganz cool geworden, oder?“

Ist es, und vielleicht sollte sich Jarrell Miller ein Beispiel am deutschen Fußballtrainer nehmen. Mit einer Transplantation würde ihm ein Missgeschick, wie es ihm am Wochenende unterlaufen ist, nämlich nicht mehr passieren. Miller ist Schwergewichtsboxer. Dass bei dieser Berufswahl das Tragen eines Haarteils naturgemäß zum Problem werden könnte, hielt den 37-jährigen Amerikaner nicht davon ab, seine Glatze auf diese Art zu kaschieren.

Am Wochenende hat Miller einem Kampf in New York diese Haare verloren. Sein Gegner Kingsley Ibeh landete in der zweiten Runde mehrere harte Treffer – und bei einem löste sich das Haarteil teilweise von Millers Kopf.

„Ich bin Komiker“, sagte Jarrell Miller

Miller beendete die Runde, riss sich das Toupet dann in der Rundenpause in seiner Ecke vom Kopf und warf es ins Publikum. Der 37-Jährige gewann den Kampf am Ende nach Punkten – und rieb sich anschließend den Kopf, während er einen Freudentanz aufführte.

„Ich bin Komiker“, sagte Miller nach dem Kampf. „Man muss auch über sich selbst lachen können.“ In seinem Interview im Ring gab er an, dass die Glatze ohnehin nur ein vorübergehendes Phänomen auf seinem Kopf sei. Er habe seine Haare erst ein paar Tage zuvor verloren – nachdem er im Haus seiner Mutter eine Shampoo-Flasche benutzt hatte, die Ammoniak-Bleiche enthalten habe.

Stimmt die Geschichte, ist vielleicht doch keine Transplantation nötig, dann müssten nur ein paar Wochen Zeit ins Land ziehen. In jedem Fall würde eine Glatze aber ohnehin perfekt zu Millers Kampfnamen passen. Der 150-Kilo-Koloss wird nämlich „Big Baby“ gerufen, weil er trotz seiner enormen Physis ein eher kindliches Gesicht hat.

Sven Flohr ist Ressortleiter Sport. Er ist leidenschaftlicher Golf-Spieler und berichtet seit vielen Jahren über zahlreiche Sportarten.

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