Durch ein schweres Unwetter ist im Trainingslager der deutschen Ruder-Nationalmannschaft der Männer in Lago Azul (Portugal) Bootsmaterial am Donnerstag stark beschädigt worden. Es sei jedoch niemand verletzt worden, teilte der Verband mit. Insgesamt seien bei dem Zwischenfall 14 Skull- und sechs Riemenboote aufgrund eines Sturms in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß es in einer Mitteilung. Zudem gebe es derzeit noch keine Internetverbindung und Strom könne nur über ein Dieselaggregat bereitgestellt werden, hieß es weiter.
„Den Umständen entsprechend geht es uns gut. Das Unwetter war extrem heftig – in dieser Form habe ich das noch nicht erlebt, fast wie ein Hurricane“, sagte Bundestrainer Marcus Schwarzrock: „Vor rund zehn Jahren hatten wir hier schon einmal eine ähnliche Situation. Aufgrund dieser Erfahrung war das Material diesmal eigentlich besser gesichert.“
„Zahlreiche Boote wurden zerstört“
Auf der Instagram-Seite des Deutschland-Achters hieß es: „Orkanartige Windböen von bis zu 150 km/h fegten über die Region und richteten massive Schäden an. Zahlreiche Boote wurden zerstört, weite Teile der Infrastruktur stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Wichtigste: Allen Ruderinnen und Ruderern geht es gut (...) Die Bedingungen sind alles andere als einfach – aber wir machen das Beste daraus und halten zusammen.“
Ziel sei es, das Trainingslager fortzuführen. Dank der Unterstützung von Marcus Schmitz, Leiter Bootstechnik und Transportwesen, soll das geregelte Training schon am Samstag wieder aufgenommen werden. Er reise mit Ersatzmaterial des Bootsbauers Empacher nach Portugal. Mit einzelnen Booten, die vom Sturm verschont geblieben waren, konnte bereits am Freitag schon wieder auf dem Wasser trainiert werden.
Cheftrainer Schwarzrock sagte dazu: „Wir lassen uns nicht unterkriegen und konzentrieren uns auf das, was möglich ist – auch wenn das Wetter aktuell besser sein könnte.“
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