Tore, Tore, Tore. Frankreichs Handballer haben bei der Europameisterschaft nur einen Tag nach einer von Slowenien und Nordmazedonien aufgestellten Allzeit-Bestmarke für den nächsten Rekord gesorgt.
Der Titelverteidiger erzielte beim 46:26 (24:12)-Sieg gegen die Ukraine in Oslo so viele Treffer wie noch nie zuvor ein Team in einem Europameisterschaftsspiel. Die bisherige Bestmarke hatten sich die Auswahlen Norwegens (42:31 gegen Polen/2022), Schwedens (42:26 gegen Georgien/2024) und Frankreichs nach dem 42:28-Auftakterfolg gegen Tschechien bei dieser Endrunde geteilt.
Mit dem Kantersieg gegen die Ukraine stellte der viermalige Europameister zudem den Rekord des höchsten EM-Erfolges ein. Einen 20-Tore-Unterschied hatte es bisher nur bei der Partie zwischen Tschechien und Nordmazedonien (38:18) im Jahr 1998 gegeben.
Nordmazedonien genügen 40 Tore nicht zum Sieg
Bereits am Vortag gab es bei der Endrunde in Dänemark, Norwegen und Schweden einen Rekord, als Slowenien und Nordmazedonien in ihrem ersten Vorrundenspiel insgesamt neun Tore mehr warfen als Franzosen und Ukrainer. Das dramatische 41:40 in Oslo bedeutete am Ende das torreichste Spiel der EM-Geschichte.
Die bisherige Bestmarke datierte nach Angaben der Europäischen Handball-Föderation (EHF) aus dem EM-Jahr 2016. Damals setzte sich Belarus mit 39:38 gegen Island durch.
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Der WM-Bestwert von 80 Toren aus dem Jahr 2003 wurde ebenfalls übertroffen – damals setzte sich Russland mit 42:38 gegen Rumänien durch. Die favorisierten Slowenen haben nun gute Chancen, in die Hauptrunde einzuziehen. Weitere Gegner sind die Schweiz und die Färöer.
Reichlich Tore erlebte auch Bob Hanning. Der frühere DHB-Vizepräsident, der auch Geschäftsführer des deutschen Meisters Füchse Berlin ist, kassierte bei seinem ersten EM-Auftritt als italienischer Nationaltrainer eine heftige Klatsche. Die teils überforderten Azzurri, die erstmals seit 1998 wieder bei einer Handball-Europameisterschaft antreten, wurden zum Vorrundenauftakt von Island regelrecht überrollt und gingen mit 26:39 (12:21) unter. Die Isländer gelten für viele Experten als Medaillenkandidat.
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