Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat eine Anzeige des früheren HSV-Sportvorstands Stefan Kuntz gegen Unbekannt bestätigt. Auf Anfrage teilte eine Sprecherin mit, „dass bei der Staatsanwaltschaft Hamburg eine erstattete Strafanzeige des Herrn K. vom 12.12.2025 gegen Unbekannt wegen des Vorwurfs der Nachstellung in Bearbeitung ist“.
Zuletzt waren Vorwürfe gegen den 63-Jährigen im Zusammenhang mit seinem unerwarteten Abschied vom Hamburger SV Ende des Jahres bekannt geworden. Zwei Mitarbeiterinnen des Klubs werfen dem ehemaligen Stürmer sexuelle Belästigung vor. „Bild“ hatte in diesem Zusammenhang bereits berichtet, dass Kuntz seinerseits bei der Staatsanwaltschaft Hamburg Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Stalkings gestellt habe.
Der frühere Nationalspieler hatte den Vorwürfen widersprochen. „Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!“, hatte es in einem Statement auf dem offiziellen Instagram-Profil des Ex-Profis geheißen. Er habe „im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen“ seine Anwälte eingeschaltet. Diese sollten laut Kuntz „gegen diese FALSCHEN Vorwürfe und Vorverurteilungen“ vorgehen.
Aufsichtsrat bezeichnete Vorwürfe als „glaubhaft“
Am Montag hatte der HSV-Aufsichtsrat mitgeteilt, der Abschied von Kuntz stehe im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen des angeblichen Fehlverhaltens des Europameisters von 1996. „Der Aufsichtsrat hat gemäß seiner Verantwortung sofort nach Kenntnisnahme der Vorwürfe mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet. Nach sorgfältiger Prüfung und der Erkenntnis, dass die Vorwürfe glaubhaft sind, hat der Aufsichtsrat umgehend entschieden, eine schnellstmögliche Trennung von dem Vorstandsmitglied anzustreben. Aufgrund der expliziten Bitte der betroffenen Personen hatte bei der Trennung der Schutz der Betroffenen oberste Priorität, die auch weiterhin anhält“, hieß es in einem Statement.
Offiziell waren bei der Verkündung der Trennung zum 31. Dezember 2025 familiäre Gründe angegeben worden.
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