Nach der kurzfristig abgesagten Bundesliga-Partie zwischen dem Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen ist die Entscheidung über die Austragung des nächsten Spiels des norddeutschen Fußballclubs weiter offen. Am Tag nach der geplatzten Begegnung begutachteten Statiker im Volksparkstadion die von Tauwasser belastete Dachmembran auf Schäden.
Ob nun die vierte Absage eines Bundesligaspiels innerhalb weniger Tage folgt, blieb auf Anfrage am Mittwochnachmittag zunächst unklar. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) steht das Heimspiel der Hanseaten gegen Borussia Mönchengladbach an.
Fachstatiker bewertete die Lage als Sicherheitsrisiko
Durch das gestaute Tauwasser infolge des starken Schneefalls hatten sich auf der Dachmembran des Stadions Beulen gebildet. Stadion-Direktor und Prokurist Daniel Nolte erklärte diese Punktlast-Problematik vor TV-Kameras genauer: „Es bildet sich dann eine Last an einer Stelle, jetzt nicht flächendeckend auf dem Dach. Die Membran biegt sich dann nach unten durch. Und die Gefahr ist dann, dass die Membran reißen könnte.“ Der an der Dachkonstruktion befestigte sogenannte „Catwalk“-Umlauf zur Begehung könnte sich im schlimmsten Fall lösen.
Ein Fachstatiker bewertete die Lage als Sicherheitsrisiko, woraufhin die Partie knapp zweieinhalb Stunden vor Anpfiff kurzfristig abgesagt wurde.
Offen ist bislang auch der Nachholtermin für das Spiel des HSV gegen Leverkusen. Erschwert werden dürfte die Situation dadurch, dass der Club aus dem Rheinland noch in der Champions League und im DFB-Pokal vertreten ist.
Essen ging an Bedürftige
Nach der kurzfristig abgesagten Bundesliga-Partie am Dienstag hat der norddeutsche Fußball-Club einen Teil des für das Spiel vorbereiteten Essens an Hilfseinrichtungen gespendet. Leberkäse- und Fischbrötchen sowie Backwaren seien kurzerhand für die Verteilung in Transporter verladen worden, teilte der HSV einen Tag nach der Spielabsage mit.
Insgesamt seien bei Einrichtungen wie der Hamburger Wärmestube, der Bahnhofsmission und der Hamburger Tafel 750 Menschen erreicht und versorgt worden. „Nach der kurzfristigen Spielabsage war für uns klar, verantwortungsbewusst zu handeln und die vorbereiteten Speisen weiterzugeben, um andere Menschen zu unterstützen“, wurde HSV-Vorstand Eric Huwer zitiert.
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