Der Wirbel um den früheren Sportvorstand Stefan Kuntz beschäftigt die Mannschaft des Hamburger SV ebenso wie den Verein. Auch bei der Spieltags-Pressekonferenz von Cheftrainer Merlin Polzin einen Tag vor der Bundesliga-Partie am Dienstag (20.30 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen waren die Vorwürfe gegen Kuntz ein wesentliches Thema. „Natürlich haben wir darüber gesprochen beziehungsweise ist es dann auch in der Mannschaft irgendwie ein Thema“, sagte Polzin. Sie hätten es jetzt aber „nicht noch mal explizit angesprochen“.
Sein Motto und das Credo seien aber auch, „dass wir uns auf die Dinge fokussieren, die wir beeinflussen können: Das ist die Arbeit auf dem Platz, das ist die Arbeit im Videoraum“, ergänzte der 35-Jährige. Als Tabellen-13. steckt der HSV im Abstiegskampf. Sportlich sind andere Themen wichtiger, gerade auch nach dem bitteren Jahresauftakt am Samstag beim SC Freiburg (1:2).
Kuntz widerspricht Vorwürfen
Kuntz hatte zum 31. Dezember 2025 überraschend seinen Vertrag beim HSV nach anderthalb Jahren aufgelöst. Offiziell wurden für diesen plötzlichen Abschied „familiäre Gründe“ genannt.
Am vergangenen Sonntag berichtete die „Bild“ von Anschuldigungen gegen den 63-Jährigen. Der frühere Fußball-Nationalspieler hatte den Vorwürfen dann am Abend auf seinem offiziellen Instagram-Account widersprochen. „Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!“, hieß es in dem Statement. Er teilte weiter mit, er habe „im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen“ seine Anwälte eingeschaltet. Diese sollten laut Kuntz „gegen diese FALSCHEN Vorwürfe und Vorverurteilungen“ vorgehen.
Aufsichtsrat nimmt Stellung
Einen Tag später meldete sich der Aufsichtsrat mit einem Statement auf der HSV-Homepage. Das Gremium teilte mit, der Abschied von Kuntz stehe im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen eines angeblichen Fehlverhaltens des Europameisters von 1996.
„Der Aufsichtsrat hat gemäß seiner Verantwortung sofort nach Kenntnisnahme der Vorwürfe mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet“, hieß es nun in einer Stellungnahme. Anschließend habe man „eine schnellstmögliche Trennung“ angestrebt.
Zurück zum Sportlichen: Beim HSV muss Mittelfeldspieler Daniel Elfadli im Duell gegen Leverkusen pausieren, da er nach seiner Gelb-Roten Karte in Freiburg gesperrt ist. Auch Trainer Polzin steht unter besonderer Beobachtung: Nach seiner dritten Gelben Karte in dieser Saison droht ihm bei einer weiteren Verwarnung eine Sperre. Polzin begründet seine bisherigen Proteste damit, dass er die Mannschaft in Situationen verteidigen wollte, die er als ungerecht empfand – etwa die kurze Nachspielzeit gegen Wolfsburg, die Gelb-Rote Karte gegen Köln oder das umstrittene Freiburger Siegtor, dem ein Ellenbogenschlag vorausging. Dennoch betont Polzin, dass er seine Emotionen im Griff habe und sich bessern möchte, um weitere Gelbe Karten und eine Sperre zu vermeiden.
Derzeit droht keine Absage
Aber kann überhaupt angesichts der Witterungsverhältnisse gespielt werden? Aktuell ist der Stand und die große Hoffnung, dass wir spielen können“, sagte ein HSV-Sprecher am Montag. „Es ist so, dass schon seit mehreren Tagen, wortwörtlich Tag und Nacht, diverse Kolleginnen und Kollegen und auch externe Dienstleister versuchen, das Stadion von Eis und Schnee zu befreien, was auch sehr gut gelungen ist“, fügte der Sprecher bei der Pressekonferenz vor der Partie hinzu. Im Stadion waren auch noch am Montag Menschen beschäftigt, die Ränge für die Partie vorzubereiten. Dennoch müsse man beobachten, wie sich die Lage in der Nacht von Montag auf Dienstag entwickele. Am Montag hatte es in Hamburg vereinzelt Probleme mit Eis und Glätte gegeben.
Besucher der Partie wurden angehalten, frühzeitig anzureisen. Aufgrund der weggeräumten Schneemassen könne es sein, dass einige Parkplätze nicht zur Verfügung stehen.
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