Zum siebten Mal in Folge steht Alexander Zverev im Achtelfinale der US Open. Den 24 Jahre alten Briten Jacob Fearnley ringt er in zweieinhalb Stunden nieder. Am Ende wird der zähe Gegner aber zur Nervenprobe für den Deutschen.
Alexander Zverev trabte erleichtert zum Netz und hatte noch ein paar warme Worte für seinen unnachgiebigen Gegner übrig: Mit einer routinierten, aber glanzlosen Vorstellung hat der Hamburger die dritte Runde der US Open erreicht und ist im Turnier weiter ohne Satzverlust. Der Weltranglistendritte gewann das Duell mit dem Briten Jacob Fearnley 6:4, 6:4, 6:4 und trifft nun auf Félix Auger-Aliassime oder Roman Safiullin aus Russland.
Nach 2:28 Stunden verwandelte Zverev im Louis Armstrong Stadium seinen sechsten Matchball und steht damit zum siebten Mal in Folge in New York in der Runde der besten 32. Im vergangenen Jahr war der Finalist von 2020 im Viertelfinale an Lokalmatador Taylor Fritz gescheitert. In der ersten Runde der diesjährigen Auflage hatte sich der Hamburger 6:2, 7:6 (7:4), 6:4 gegen den Chilenen Alejandro Tabilo durchgesetzt.
"Er hat unglaubliches Tennis gespielt"
"Er hat am Ende unglaubliches Tennis gespielt, unglaubliche Punkte gemacht. Ich bin froh, dass ich es nach drei Sätzen beenden konnte", sagte Zverev nach dem Kraftakt gegen den alles riskierenden, aber limitierten Fearnley: "Es gibt keine einfachen Matches, man muss ab der ersten Runde voll da sein." Angesprochen auf die derzeitige Dominanz der vor ihm im Ranking liegenden Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, gab er cool zurück: "Ich bin hier, um die Party in Schwung zu bringen."
Zverev, der sich in New York endlich den Traum vom ersten Grand-Slam-Titel erfüllen will, konnte sich in den entscheidenden Momenten gegen Fearnley, die Nummer 60 der Welt, auf seine Aufschlagstärke verlassen - und auf die Unkonzentriertheiten seines Gegners, den er auch im dritten Aufeinandertreffen besiegte. Zverev startete bei untergehender Sonne über dem Big Apple bestmöglich ins Match: mit einem Break zu Null. Fearnley schlug bemerkenswert schwach auf, allein fünf Doppelfehler unterliefen ihm im ersten Satz. Mit unangenehmen Returns vor die Füße hielt der Hauptfelddebütant Zverev allerdings auf Trab.
Sechs Matchbälle nötig
Zverev eröffnete auch den zweiten Satz mit einem Break, verlor seinen Aufschlag aber wenig später nach einem Doppelfehler (2:2). Den Durchgang holte er sich dennoch, weil sein 24 Jahre alter Kontrahent viele leichte Bälle verschlug. Fearnley riskierte im dritten Satz nach 1:5-Rückstand alles und stellte Zverev vor eine Nervenprobe, erst der sechste Matchball brachte die Entscheidung.
Letztlich folgte der deutsche Hoffnungsträger aber Jan-Lennard Struff souverän in die dritte Runde. Auch Daniel Altmaier, der parallel gegen den früheren Grand-Slam-Finalisten Stefanos Tsitsipas spielte, durfte noch auf die Runde der besten 32 hoffen.
Laura Siegemund hat derweil als einzige deutsche Frau die dritte Runde erreicht. Die Wimbledon-Viertelfinalistin setzte sich 6:4, 6:2 gegen die Russin Anastassija Sacharowa durch und trifft nun auf die Russin Jekaterina Alexandrowa (Nr. 13). Zuvor hatte die Hamburgerin Eva Lys beim Stand von 4:6, 0:3 gegen die an Nummer 21 gesetzte Tschechin Linda Noskova aufgrund von gesundheitlichen Problemen aufgegeben, Tatjana Maria war bereits an ihrer Auftakthürde gescheitert.
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