Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) hat erste Zahlen ihrer noch laufenden Statistik für das Jahr 2026 veröffentlicht. Demnach entfallen 52,8 Prozent der bislang erfassten Operationen bei Frauen zwischen 18 und 30 Jahren auf Eingriffe an der Brust.

Zu den häufigsten Eingriffen in dieser Altersgruppe gehören Brustvergrößerungen mit Implantaten mit einem Anteil von 14,9 Prozent. Brustverkleinerungen kommen auf 14,4 Prozent, Bruststraffungen auf 12,6 Prozent.

Auch über alle Altersgruppen hinweg stellt die Brustchirurgie nach den bisherigen Daten mit 35,4 Prozent das größte operative Behandlungsfeld dar. Besonders auffällig entwickelt sich laut DGÄPC bislang die Nachfrage nach Bruststraffungen.

DGÄPC-Präsidentin Michaela Montanari sieht unterschiedliche Beweggründe junger Patientinnen. „Der bisherige Zwischenstand zeigt, dass junge Patientinnen heute sehr differenzierte Wünsche an die Brustchirurgie haben. Es geht längst nicht mehr ausschließlich um eine Vergrößerung.“ Ebenso häufig gehe es um eine Verkleinerung oder Straffung, „immer mit dem Ziel, eine zur eigenen Anatomie passende und natürliche Lösung zu finden“, sagt die Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Botox bei jungen Erwachsenen mit geringem Anteil

Minimalinvasive Behandlungen im Gesicht spielen bei jungen Erwachsenen nach dem bisherigen Stand der Erhebung dagegen eine vergleichsweise geringe Rolle. Faltenbehandlungen mit Botulinumtoxin (Botox) und Faltenunterspritzungen kommen laut DGÄPC jeweils auf einen Anteil von fünf Prozent der Behandlungen.

In der Gesamtgruppe ergibt sich ein anderes Bild. Mit zunehmendem Alter rückt demnach die Verjüngung des Gesichts stärker in den Vordergrund. Insgesamt entfallen laut dem Zwischenstand 53,5 Prozent der Behandlungen auf verjüngende Maßnahmen im Gesicht.

Besonders häufig werden dabei Oberlidstraffungen, Behandlungen mit Botox, Faltenunterspritzungen und Faceliftings vorgenommen. Beim Facelifting setzt sich nach Angaben der Fachgesellschaft der positive Trend der vergangenen Jahre bislang fort.

„Viele Patienten wünschen sich heute kein sichtbar verändertes Gesicht, sondern ein frisches und authentisches Erscheinungsbild. Wir beobachten, dass die Gesichtsverjüngung zunehmend individueller geplant wird. Minimalinvasive Verfahren und operative Eingriffe werden nicht als Gegensätze verstanden, sondern ergänzen sich heute häufig sinnvoll“, sagt Montanari.

Vollständige Statistik erscheint im Herbst

Die Statistik basiert auf einer Patientenumfrage in den Mitgliedspraxen der Fachgesellschaft und erfasst Behandlungswünsche im Bereich der ästhetisch-plastischen Chirurgie. Die DGÄPC führt die Erhebung nach eigenen Angaben seit 18 Jahren durch.

Bei den veröffentlichten Zahlen handelt es sich noch nicht um die endgültigen Ergebnisse der DGÄPC-Statistik 2026. Das Sommerupdate berücksichtigt die bis Ende Juli erhobenen Daten. Die Befragung läuft noch bis Anfang Oktober, die vollständige Auswertung soll im Herbst veröffentlicht werden.

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