Norwegisch Fischfarmen füllen Fjorde und andere Küstengewässer mit Nährstoffbelastung, die dem unbehandelten Abwasser von zig Millionen Menschen pro Jahr entspricht, so belegt eine neue Untersuchung.
Das Land im Norden ist der weltweit größte Produzent von Lachs. Nahrung, die den Fischen in den Farmen gefüttert wird, landet offensichtlich direkt in den offenen Gewässern. Analysen des „Sunstone Institute“ belegen, dass norwegische Aquakulturen 75.000 Tonnen Stickstoff, 13.000 Tonnen Phosphor und 360.000 Tonnen organischen Kohlenstoff freigesetzt hätten in 2025.
Setzt man diese Werte mit Abwässern einer Stadt gleich, kommt man zu erschreckenden Zahlen. Die Menge des Stickstoffs entspricht der, die 17,2 Millionen Menschen produzieren. Die des Phosphors den von 20 Millionen und des organischen Kohlenstoffs von 30 Millionen Menschen. Diese riesige Menge von Nährstoffen könnte eine unkontrollierbare Algenblüte in den betroffenen Gebieten auslösen.
Weitere Lachsfarmen dürfen nicht eingerichtet werden
Alexandra Pires Duro, die als Datenwissenschaftlerin an der Untersuchung beteiligt war, sagt: „Norwegen ist ein kleines Land mit nur 5,5 Millionen Einwohnern, und die Verschmutzung durch die Aquakulturen in Bezug auf diese drei Schadstoffe, ist drei bis fünf Mal so hoch, wie die durch die Bevölkerung.“ Sie fährt fort: „Die Exkremente, das ungegessene Futter, der Urin – alles geht ins Wasser.“
In den Fischfarmen werden die Lachse in der Regel in großen Drahtkörben gehalten, die im Wasser schwimmen. Sie werden mit nährstoffreichen Pellets gefüttert, damit sie schnell wachsen und verkauft werden können. Besonders im Sommer sei die Belastung der Gewässer hoch, stellt nun die Untersuchung fest. Kommt es zu einer Algenblüte durch die überschüssigen Nährstoffe, könnte dies schnell zur Bedrohung für die empfindlichen Ökosysteme der Fjorde werden. Dem Wasser könnte so Sauerstoff entzogen werden.
Im März wurden von offizieller Seite neun Anträge auf Errichtung von Fischfarmen in Fjorden abgelehnt. Begründet wurde die Entscheidung mit der Menge der Emissionen einer solchen Anlage.
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