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Depressionen sind in den USA immer noch sehr weit verbreitet. Seit 2015 hat sich die Zahl der Erkrankten nahezu verdoppelt. Der Anstieg seit 2020 ist besonders deutlich.

Liegt es an der Politik von US-Präsident Donald Trump oder an den zahlreichen Krisen weltweit? In den USA leidet jeder Fünfte an Depressionen. Damit hat sich die Zahl der Erkrankungen seit Beginn der Messungen 2015 nahezu verdoppelt. Im ersten Quartal 2026 waren 19,1 Prozent der US-Bürgerinnen und Bürger erkrankt – und damit nahezu genauso viele wie in den vorherigen drei Monaten, so berichtet Gallup. 

Das Analyseunternehmen schätzt, dass insgesamt 51 Millionen Menschen in dem Land an der psychischen Erkrankung leiden. Die Depressionsrate war in den USA rund um die Covid-Pandemie auf Rekordwerte um die 20 Prozent gestiegen. Mit dem Ende der Krise sanken sie leicht auf etwa 17 Prozent 2024. Seit 2024 geht der Trend aber wieder nach oben.

Depressionen und Einsamkeit gehen einher

Vor allem bei den unter 30-Jährigen sind die Werte dramatisch gestiegen. Sie haben sich seit 2017 auf 28 Prozent mehr als verdoppelt. Ein Grund dafür könnte sein, dass schon in der Altersgruppe (18–29) darunter, die Zahl der Depressions-Erkrankungen sehr hoch ist. Auch dort leiden bereits fast 30 Prozent an Depressionen. So viele Erkrankte gibt es in keiner anderen Altersgruppe. Auch in Haushalten mit wenig Einkommen treten viele Depressionsfälle auf. Bei denen mit einem Einkommen von unter 24.000 Dollar pro Jahr ist der Anstieg besonders dramatisch. 2017 lag der Wert noch bei 22,1 Prozent, heute sind es über 37 Prozent. Auch in dieser Gruppe befinden sich überdurchschnittlich viele jüngere Amerikanerinnen und Amerikaner.

Die Gallup-Untersuchung zeigt auch einen deutlichen Zusammenhang zwischen Depression und Einsamkeit. 33 Prozent  derer, die sagen, sie fühlen sich allein, leiden auch an einer Depression. Auch glaubt diese Gruppe häufig, dass sich ihr Leben in letzter Zeit verschlechtert habe. Insgesamt scheint es in den USA um die mentale Gesundheit der Bevölkerung eher schlecht zu stehen. Sagten 2012 noch 48 Prozent, ihr psychischer Zustand sei exzellent, sagen das heute nur noch 29 Prozent. Damit hat sich auch die Zahl derer mehr als verdoppelt, die für ihre Probleme medizinische Hilfe in Anspruch genommen haben. 

akr

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