Lange Zeit gab es wenig gute Alternativen zu Tampons und Slipeinlagen – bis die Periodenunterwäsche erfunden wurde. Doch wie wird sie nach dem Tragen gereinigt?

Ob Slip, Panty oder Tanga: Periodenunterwäsche erobert den Markt. Inzwischen gibt es ein breites Sortiment unterschiedlicher Modelle und Größen, sodass für jede Figur etwas Passendes dabei ist. Was die meisten Slips eint, ist die Farbe Schwarz – auch wenn es inzwischen sogar weiße und farbige Periodenunterwäsche gibt. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass alle Modelle aus Stoff und somit wiederverwendbar sind. Damit sie jeden Zyklus zum Einsatz kommen können, müssen die Slips beziehungsweise die darin enthaltenen Einlagen nach dem Tragen gesäubert werden. Hier stellt sich die Frage: Wie genau sollte man Periodenunterwäsche waschen? Wir verraten es Ihnen. 

Periodenunterwäsche waschen: Drei Tipps

Tipp 1: Handwäsche
Grundsätzlich wird davon abgeraten, benutzte Periodenslips – unabhängig von ihrer Stofffarbe – mit weißer Wäsche in der Maschine zu reinigen, da Blutflecken auf helle Textilien abfärben können. Vor allem dann, wenn die Slips nicht vorbehandelt wurden. Denn Blut enthält Proteine (Eiweiß), die durch Wärmeeinwirkung gerinnen und sich im Wasser nicht mehr auflösen. Aus diesem Grund ist es ratsam, Periodenunterwäsche nach dem Tragen unter kaltem fließendem Wasser direkt auszuwaschen. Und zwar so lange, bis das Wasser wieder klar ist. So lassen sich eingetrocknete Menstruationsblutflecken verhindern und unangenehmen Gerüchen vorbeugen. 

Tipp 2: Waschmaschine
Nach der Handwäsche zur Vorbehandlung wandern die Periodenslips mit möglichst dunklen Textilien in die Waschmaschine. Empfohlen wird von den meisten Herstellern ein Schonwaschgang bis maximal 30 Grad Celsius, um die empfindlichen Materialien zu schützen und die speziellen Beschichtungen zu schonen. Es gibt aber durchaus Modelle, die auf 40 Grad oder heißer gewaschen werden dürfen. Die genauen Angaben zur Reinigung entnehmen Sie den eingenähten Etiketten in der Periodenunterwäsche. Um den Stoff zu schützen, kann es sinnvoll sein, die Slips in einen speziellen Wäschenetz einzuschließen.

Tipp 3: Reinigungsmittel
Zur Reinigung von Periodenslips in der Waschmaschine ist ein normales Vollwaschmittel die beste Wahl. Von Bleichmitteln oder Weichspülern sollten Sie unbedingt die Finger lassen, da sie der eingenähten Membran schaden und die Saugfähigkeit minimieren. Abgesehen davon belasten die darin enthaltenen Stoffe unsere Umwelt. Alternativ kann ein Hygienespüler ergänzt werden, der 99,9 Prozent der Bakterien, Pilze und Viren beseitigen und unangenehme Gerüche reduzieren soll.

Periodenunterwäsche trocken: So geht's

Nach dem Waschen folgt das Trocknen der Periodenslips. Das dauert aufgrund der integrierten Einlagen länger als bei gewöhnlicher Unterwäsche, trotzdem sollte auf den Einsatz im Trockner verzichtet werden: Durch die Hitze kann es nicht nur passieren, dass die Flexibilität des Materials nachlässt – sondern auch die Lebensdauer verkürzt und damit einhergehend die Saugkraft reduziert wird. Lassen Sie die Periodenunterwäsche an der frischen Luft trocknen. Aber nicht auf der Heizung. Und auch das Bügeleisen darf hier nicht zum Einsatz kommen. Stattdessen lautet hier die Devise: warten.

Nachteile von Periodenunterwäsche

Im Gegensatz zu Tampons und Binden empfinden viele Frauen Periodenslips als komfortabler und flexibler in der Anwendung. Abgesehen davon, dass sie wiederverwendbar und somit nachhaltiger sind. Trotzdem lässt sich nicht von der Hand weisen, dass Periodenunterwäsche – wenn auch nur wenige – Nachteile mit sich bringt: Zum einen ist sie kostspieliger als herkömmliche Menstruationsartikel: Je nach Hersteller kostet ein Modell im Schnitt mindestens zehn Euro, meistens sogar 15 bis 20 Euro oder mehr. Und da pro Zyklus mehrere Slips benötigt werden, schlägt selbst der Einmalkauf teuer zu buche. Hinzukommt, dass die Pflege mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Von der zeitnahen Reinigung bis zur längeren Trockenzeit. Und zu guter Letzt scheut sich vielleicht die eine oder andere menstruierende Person davor, ihr eigenes Blut zu sehen und von Hand aus der Periodenunterwäsche zu waschen.

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