Der Aufsichtsratsvorsitzende von Mercedes-Benz und frühere BASF-Chef Martin Brudermüller rechnet angesichts struktureller Schwächen und schleppender Reformen nicht mit einer schnellen Erholung der Wirtschaft. „Ich war noch nie so pessimistisch für Deutschland wie heute“, sagte Brudermüller dem „Spiegel“.

Mercedes ringt derzeit mit der Elektrowende, hohen US-Zöllen und chinesischer Konkurrenz. Brudermüller kritisierte unter anderem, Deutschland habe sich zu sehr auf traditionelle Stärken verlassen und Innovationen vernachlässigt. Branchen wie Chemie oder Automobile seien zwar „tragende Säulen unserer Wirtschaft“, sagte Brudermüller.

„Aber wir haben es zum Teil verpasst, stärker auf neue Bereiche wie die Digitalisierung, die Halbleiterindustrie oder die Biotechnologie zu setzen, die mit ihrer Dynamik und ihren Innovationen die Wirtschaft antreiben.“ Es gehe darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, „die für etablierte Chemie- oder Autokonzerne ebenso attraktiv sind wie für Start-ups in neuen Branchen“. Dann änderten sich „über die Zeit auch der Industrie-Mix und die Wertschöpfungsketten“.

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