Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat ihre Pläne für den Bau eines Atomreaktors auf dem Mond bekräftigt. Der Reaktor solle bis 2030 in Betrieb gehen, teilten die Nasa und das US-Energieministerium gemeinsam mit.
„Amerika hat sich verpflichtet, zum Mond zurückzukehren, die Infrastruktur zu bauen, die man braucht, um zu bleiben, und die Investitionen vorzunehmen, die es für den nächsten großen Sprung zum Mars und darüber hinaus braucht“, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman. „Um diese Zukunft zu erreichen, muss Kernenergie gewonnen werden.“
Auf der Webseite der Nasa heißt es, die Raumfahrtbehörde und das Energieministerium planen einen Kernspaltungsreaktor zu erbauen, der „jahrelang laufen könne, ohne mit neuem Brennstoff befüllt werden zu müssen“. Der Reaktor werde in Zukunft langfristige Mondmissionen ermöglichen, indem er kontinuierlich und in üppigem Ausmaß Energie bereitstellen werde, unabhängig von Sonneneinstrahlung oder Temperatur. Gemeinsam werde man die notwendigen Kapazitäten entwickeln und „das Goldene Zeitalter der Weltraumentdeckung einleiten“.
Energieminister Chris Wright fügte hinzu: „Vom Manhattan Projekt bis zu den Apollo-Missionen: Die Geschichte zeigt, wenn amerikanische Wissenschaft und Innovation zusammenkommen, dann führt unsere Nation die Welt zu neuen Horizonten, die einst für unmöglich gehalten wurden.“
Die Pläne der Nasa waren bereits im vergangenen Sommer bekannt geworden. Demnach sollen die geplanten Reaktoren als Leichtgewichte mit einer Leistung von 40 Kilowatt konzipiert werden, die zehn Jahre lang etwa 30 Haushalte versorgen könnten. Zum Vergleich: Die Reaktoranlagen in Tschernobyl hatten eine Leistung von mehr als 3.000.000 Kilowatt. Genaue Details zum „Fission Surface Power Project“ der Nasa wurden bislang jedoch nicht mitgeteilt. Die Forschungen dazu laufen schon länger.
Mit „Artemis“ – dem offiziellen Nachfolge-Programm der Apollo-Missionen – will die Nasa bald erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen auf den Mond bringen.
Hintergrund der Pläne für den Atomreaktor auf dem Mond ist unter anderem der wachsende Wettbewerb mit China. Auch Russland hatte die Idee eines Atomreaktors auf dem Mond schon vor vielen Jahren ins Spiel gebracht. Derzeit planen beide Länder eine gemeinsame Anlage.
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