Ein toter Wal am Bug eines im US-Bundesstaat New Jersey angedockten Containerschiffs hat die Behörden zu Ermittlungen veranlasst. Das Marine Mammal Stranding Center, ein in New Jersey ansässiger Tierschutz- und Rettungsdienst, teilte am Dienstag in einem Beitrag in den sozialen Medien mit, dass der Wal von der US-Küstenwache am Gloucester Marine Terminal gemeldet worden sei.
Der Hafen liegt am Fuß der Walt-Whitman-Brücke, die New Jersey mit Pennsylvania verbindet. Aktuell arbeite man daran, den Kadaver zu entfernen, um den Wal obduzieren zu können und die Todesursache des geschützten Tieres zu klären.
Die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA (NOAA) bestätigte am Dienstag, dass ihre Ermittlungsabteilung eine Untersuchung zum Tod des Tieres eingeleitet habe, lehnte jedoch weitere Kommentare ab. Der Fund stellt die Wissenschaftler vor viele Fragen, zum Beispiel: Wie kam das riesige Tier auf den Bug des Schiffes? Starb es bei der Kollision?
Sicher ist bisher: Bei dem verendeten Wal handelt es sich den Angaben zufolge vermutlich um einen Finnwal (Balaenoptera physalus) mit einer Länge von etwa sieben bis acht Metern. Die bedrohte Art hält sich häufig in Gewässern im Süden des Bundesstaats bis in das Hafengebiet von New York auf.
Die Bestände der riesigen Meeressäuger haben sich im Atlantik dank Schutzmaßnahmen allmählich erholt, nachdem sie durch kommerziellen Walfang nahezu ausgerottet worden waren. Finnwale sind nach dem Blauwal die zweitgrößten Tiere der Erde.
Ausgewachsen können sie bis zu 26 Meter lang werden und zwischen 40 und 80 Tonnen wiegen. Sie sind der nächste Verwandte des Blauwals und in allen Ozeanen verbreitet; Küstenregionen meiden die Tiere gewöhnlicherweise. Die gewaltigen Meeressäuger sind unter anderem durch Schiffskollisionen, Verheddern in Fischereigeräten sowie die Auswirkungen des Klimawandels bedroht.
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